Stefanie Werthmann
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Lebens- und Sozialberaterin - Friedensarbeiterin

 

Unterscheidung zwischen Gefühlen und Gedanken

Ist es dir schon mal so ergangen, dass dein Gegenüber auf die Aussage: "Ich fühle mich hintergangen!" sauer wurde? Ist das ein Wunder? Nein ist es nicht! Obwohl wir bemüht sind, und wissen, es ist wichtig eine Aussage über uns selber zu machen, sprich eine Ich-Botschaft zu äußern, gelingt es uns im Eifer des Gefechtes oft nicht. Wir sehen die Schuld beim Anderen und sprechen diese auch aus. Selbstverständlich kann unser Gegenüber damit (meist) nicht umgehen.

Es ist eine Übungssache, ob wir tatsächlich Gefühle äußern oder doch noch in unseren Gedanken hängen bleiben.

Das zeigen und verbalisieren unserer Gefühe ist ein großer Schritt in Richtung Frieden und Aufrichtigkeit.

Als kleine Unterscheidungshilfe dient uns die Formulierung, wenn wir sagen "Ich bin ..." folgt meistens ein Gefühl (z.B. traurig, wütend, ängstlich). Wenn wir hingegen sagen, "Ich fühle mich ..." folgt meistens ein Gedanke (z.B. verletzt, betrogen, im Stich gelassen). Und dieser Gedanke impliziert, dass mein Gegenüber der Grund dafür ist, dass es mir jetzt schlecht geht: DU HAST mich verletzt, DU HAST mich betrogen, DU HAST mich im Stich gelassen).

Ich gehe davon aus, dass wir alle für unsere Gefühle selbst verantwortlich sind, die anderen sind nur der Auslöser, doch unsere Bedürfnisse sind hungrig, wenn wir unangenehme Gefühle haben. Folglich sind wir selbst dafür verantwortlich, dass diese Bedürfnisse gestillt werden, nicht der Andere. Wenn wir wissen, was uns gut täte, können wir natürlich den Anderen darum bitten. Primär geht es darum, nicht in eine Opferhaltung zu kommen. Ich möchte, dass wir mutig und selbstbewusst unsere Anliegen bewusst haben.

 

 
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